1. Mannschaft

TSV I — gewinnt Wahnsinnspiel beim Tabellenführer Ettlingen

Volle Halle, Wahnsinns-Stimmung, Spannung pur, zwei Mannschaften auf Augenhöhe und zum Schluss ein verdienter Sieger der Knittlingen heißt.

Die Vorzeichen waren klar, Knittlingen musste in Ettlingen, beim Meister, gewinnen, um noch die Chance auf den zweiten Platz und damit den Aufstieg und den Durchmarsch in die Badenliga zu haben. Der Druck war auf Knittlinger Seite riesig. Bereits am Samstag hatte Verfolger Rintheim in Ispringen gewonnen und nach Pluspunkten zwei vorgelegt. Damit war klar, Knittlingen muss gewinnen, um noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Ettlingen, das bisher zuhause noch kein Spiel verlor, ging schnell mit 3:0 in Führung, die der TSVK aber postwendend zum 5:5 ausglich. Ab diesem Moment übernahm Knittlingen dann die Hoheit in der Halle. Mit der nötigen Ruhe, Konzentration, aber auch der erforderlichen Dynamik kam der TSV zum 5:7, 6:9 und 7:10, Mitte der 1. Halbzeit. Der Gast aus der Fauststadt konnte den Gastgeber beim 10:12 und 11:14 noch auf Distanz halten. Doch wie zu erwarten war, schaltete Meister Ettlingen dann aber einen Gang hoch und schaffte bis zum Pausenpfiff das 12:15, 13:15, 14:15 und in Unterzahl sogar den 16:15 Halbzeitstand. Jetzt war wieder alles offen.

 Der Druck auf den TSV Knittlingen war riesig

Nach Wiederanpfiff der beiden Unparteiischen aus Friedrichsfeld und Malsch war der TSVK dann wieder hellwach. aus dem 16:15 Rückstand gelang schnell das 16:16, 16:17 und sogar noch das 16:18. Aber auch hier hatte Ettlingen beim 18:18 die passende Antwort. Die Spannung stieg mit zunehmender Spielzeit. Die Stimmung in der Halle war riesig. Die etwa 100 mitgereisten Knittlinger Fans hatten jetzt die Hoheit in der Halle. Die Mannschaft gab dies dann auch beim 19:21, 20:22, und 22:24 zurück. Dann aber eine ganz brenzlige Situation. Ettlingen kam zum 24:24 heran und ging sogar fünf Minuten vor Schluss mit 25:24 in Führung. Doch den längeren Atem und mehr Körner hatte hinten raus Knittlingen. Postwendend folgte der Ausgleich zum 25:25 und dann auch die 25:26 Führung. Obwohl Ettlingen den Ausgleich zum 26:26 schaffte, gelangen Gerdon und Petricevic das 26:27 und 26:28. Jetzt hielt es kein Knittlinger mehr auf den Sitzen. Die Halle stand Kopf. Obwohl die HSG 70 Sekunden vor Schluss noch den Anschlusstreffer zum 27:28 erzielte, hielt nochmal Petricevic, 30 Sekunden vor Schluss, zum 27:29 dagegen.

Mannschaft und Knittlingens Zuschauer feierten frenetisch. Es war ein Verbandsligaspiel beidseitig auf hohem technischem Niveau, mit vollem Einsatz und einem unterm Strich routinierteren und dynamischeren Sieger Knittlingen. Damit hat der TSVK jetzt am kommenden Sonntag alles selbst in der Hand, zuhause 17.30 Uhr, gegen Nußloch, den Aufstieg und damit den Durchmarsch in die Badenliga, unter Dach und Fach zu bringen. 

Knittlingen holt mit Oliver Zeller einen Klimovets Ersatz

Zu erwähnen wäre noch, dass Knittlingen natürlich schon im Vorfeld des Ettlingenspieles alles versucht hat, um mit der stärksten Mannschaft antreten zu können. So wäre auch Alexander Klimovets nach seinem Daumenbruch für einen Einsatz bereit gewesen. Weiter hat der Verein seit Wochen schon nach einem Klimovets-Ersatz gesucht, der sofort einsatzfähig ist. Da ist man dank eines großen Netzwerkes bei Oliver Zeller fündig geworden. Der 27-jährige Oliver Zeller hat sich eine einjährige Handball-Auszeit genommen und hat zuvor in der 3.Liga bei der TSG Haßloch gespielt. Er konnte sofort hinten als Abwehrchef und vorne als Spielmacher eingesetzt werden und hat nach nur zweimaligem Training einen tollen Job gemacht.

Der TSV spielte mit Gabel, Brown (Tor); Eickmeier, Rudolf 4, Kern 4, Petricevic 7, Petersen, Weber, Neumann, M. Zeller, Hörandel 1, O. Zeller 4, Gerdon 9.

 

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