Petar Petricevic macht bestes Spiel im Knittlinger Dress
Das war wieder Mal ein in Spannung nicht zu überbietendes Handballspiel in der Knittlinger Sporthalle. Als alle Zuschauer 4 Minuten vor Schluss, beim 32:34, schon mit einer Niederlage gerechnet haben, drehte der TSV nochmal richtig auf. In den letzten 4 Minuten glich der TSV nicht nur zum 35:35 aus, sondern schaffte auch innerhalb von 70 Sekunden das 36:35 und 37:35. Die Halle stand Kopf, die Zuschauer tobten. Das war nichts für schwache Nerven. Das war Dramatik pur.
Schon im Vorfeld des Spieles häuften sich für Trainer Sebastian Geider die negativen Nachrichten. Gleich 5 Spieler aus dem Team der ersten Mannschaft mussten ersetzt werden. TW Marius Gabel, Luis Schubert, Janis Weber, Sakda Choetchim und weiterhin Lucas Gerdon, so hießen die Hiobsbotschaften. Sehr erfreulich war, dass Daniel Brown und Moritz Knodel nach langer Verletzungspause das erste Mal wieder eingreifen konnten. Zudem ersetzte Trainer Sebastian Geider weiter die ausgefallenen Spieler aus der zweiten Mannschaft mit Philipp Blessing und Aaron Deeß.
Das Spiel selbst begann ausgeglichen. Über 1:1, 2:2, 4:4, 6:6 ging es zum 8:8, Mitte der ersten Hälfte. Dann beim 9:8, 10:9, 12:11, 13:12 und auch noch beim 14:13 leichte Vorteile für Knittlingen. Bis zur Halbzeit drehten die Gäste aus Hessen dann aber das Spiel über 15:17, 16:18, 17:19 und 18:19 zu ihren Gunsten. Auch nach Wiederanpfiff hatte der Gast die Oberhand und erzielte die Treffer zum 18:20 und dann sogar zum 20:23 und 21:24. Erstmals also ein drei Tore Rückstand für den TSV. Das sah zu diesem Zeitpunkt nicht gut aus. Doch Knittlingen schaffte mit 4 Treffern infolge das 28:27 und war Mitte der zweiten Halbzeit wieder im Spiel. Doch die Gäste von der Bergstraße ließen nicht locker. Plötzlich lagen sie wieder beim 29:30, 31:33 und 32:34 vorne. Das war 5 Minuten vor Schluss. Dann setzte die oben beschriebene Wahnsinns-Schlussphase ein, in der der TSV anhand eine super Moral und einer tollen Einstellung das Spiel drehte. Am Ende hieß es dann 37:35 für Knittlingen. „Standing-Ovations“ von den voll besetzen Rängen waren angesagt.
Man kann jetzt nach 4 Spielen sagen, der TSV ist in der Verbandsliga angekommen und steht nun mit 4:4 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz, mitten in der neuen Spielklasse. Die Mannschaft liegt nach dem erwartet schweren Auftaktprogramm voll im Soll und hat trotz großer personeller Probleme ihre Aufgabe sehr gut gelöst. Sobald sich das TSV-Lazarett wieder etwas gelichtet hat, wird bestimmt die eine oder andere Überraschung noch drin sein. Viel Schwung haben am Sonntag Felix Egler und Moritz Knodel zum Ende der Partie mit eingebracht. Vor allem aber, der in der Schlussphase eingesetzte Torwart Daniel Brown, sicherte mit unglaublichen Paraden den Knittlinger Sieg. Spieler des Tages jedoch war Petar Petricevic, der auf der Spielmacherposition die Verantwortung an sich riss und mit seinen 11 Treffern auch Topscorer war.
Der TSV spielte mit Neumann S., Brown (Tor); Knodel 2, Rudolf 10/5, Kern 5, Blessing 1, Petricevic 11, Petersen 4, Neumann Y. 2, Egler, Klimovets 1, Hörandel 1 und Heß.
BILDIMPRESSIONEN VON NICOLE ROTHFRITZ:























