Mit einem überraschenden Punktgewinn kehrte der TSV Knittlingen am Sonntag aus Pforzheim zurück. Das 34:34 Unentschieden und damit der eine Pluspunkt tut dem TSV beim Kampf um den Klassenerhalt sehr gut. Der TSVK liegt damit mit 8:14 Punkten weiter auf dem 9. und damit einstelligen Tabellenplatz, den man sich u.a. auch am Ende der Runde wünschen würde.
Das Spiel selbst begann Knittlingen etwas verschlafen. Der Talentschuppen der SG Pforzheim war zu Beginn besser drauf. Man führte schnell mit 3:0 und dann bedrohlich mit 7:1. Bei den vielen Knittlinger Fans sah man erste Sorgenfalten. Doch mit zunehmenden Spielzeit wurde das Knittlinger Spiel sicherer und die Abwehr stand besser. 8 Minuten lang gelang der SG kein Tor und die Fauststädter waren auf 8:7 dran. Jetzt war dies ein offener Schlagabtausch. Bis zur Pause blieb es eng. 9:9,11:11, 13:13 und 15:14 hieß es beim Pausenpfiff der Mannheimer Unparteiischen. Die SG kam speziell im ersten Abschnitt über außen zum Erfolg und verwertete ihre Chancen auch konsequent.
Gleich nach Wiederanpfiff dann der Ausgleich und bereits nach 3 Minuten das 15:18 für Knittlingen. Aber die SG Pforzheim/Eutingen kam wieder beim 19:19 und 20:20 ran. Dann plötzlich verloren die Mannheimer Schiris etwas ihre Linie. Lucas Gerdon musste in der 42. Minute gleich mit 2 x 2 Min. vom Platz. Es kam noch schlimmer, kurz auf dem Spielfeld, dann nochmal eine 2 Min. Strafe und das hieß Disqualifikation, also rote Karte. Das war ein kleiner Schock für den TSV. Doch jetzt kam die Zeit von Petar Petricevic. Er übernahm das Kommando und blieb dann auch noch mit 6 Treffern überaus torgefährlich. Dazu kam, dass Rechtsaußen Robin Petersen einen Sahnetag erwischte und mit 7 Treffer den TSV im Spiel hielt, er war an diesem Tag eine sichere Bank. Zusammen mit Kreisläufer Ivan Tosino, auch er machte ein tolles Spiel und erzielte gleich 5 Treffer am Kreis. Das Spiel blieb spannend. Knittlingen führte zwar mit 27:29 und 30:32, doch die SG glich aus, ging mit 33:32 in Führung. Knittlingen konnte zum 33:33 ausgleichen. Doch wiederum eine Zeitstrafe gegen Knittlingen und die SG nutzte diese Überzahl perfekt aus und führte mit 34:33. Da waren noch 3 Minuten zu spielen. Die SG hatte dann den Ball, Torwart Marius Gabel hielt und Knittlingens Rechtsaußen wurde Sekunden vor dem Abpfiff, frei auf Halbrechts gelegt, aber der fällige Siebenmeterpfiff blieb unerklärlicherweise aus. Damit hieß es dann Unentschieden 34:34. Knittlingen konnte damit eigentlich zufrieden sein, doch es war mehr drin.
Großer Unmut kam auf Knittlingens Zuschauerseite als alleine in der Schlussphase der glasklare Siebenmeter nicht gegeben wurde und dazu pfiff man dann Petar Petricevic, einen Treffer, frei am Kreis, ab.
Abschließend gilt noch ein großer Dank an die Knittlinger Fans, die Bertha-Benz Halle war voll im Griff der Knittlinger Zuschauer!
Der TSV spielte mit Gabel, Duck (Tor); Rudolf 7, Hager, Kern 1, Choetchim 1, Petricevic 6, Petersen 7, Hörandel 2, Weber, Gerdon 5, Tosino 5.
