1. Mannschaft

TSV I — gewinnt auch ohne Kern und Klimovets in Ispringen

Das erwartet schwere Spiel sahen die vielen mitgereisten Knittlinger Zuschauer am Samstagabend beim Derby in Ispringen. Dabei musste Trainer Geider schon vor dem Spiel erfahren, dass sein Abwehrchef und Stammkreisläufer Georg Kern erkrankt ausfällt. Dazu kam dann zu allem Übel noch, dass Torjäger Alexander Klimovets bereits nach 15 Minuten mit einer roten Karte vom Feld musste. Das war zunächst ziemlich viel, was da alles verdaut werden musste.

Trotzdem zeigte der TSV Knittlingen in jeder Phase, dass man mit dem zur Verfügung stehenden, breiten Kader, auch in der Lage ist, dagegen zu halten. Zunächst sah man beiderseits ein Abtasten beider Mannschaften. Los ging es über 1:1, 2:2, 3:3, 4:4, 7:7 und 9:9 Mitte der 1. Hälfte. Als dann A. Klimovets, er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Treffer erzielt, vom Feld musste, wurden die Sorgenfalten etwas größer. Doch gerade jetzt schaffte es der TSV sich Richtung Halbzeit etwas abzusetzen. Über 12:14, 14:16 ging es zum 16:19 Pausenstand.

Der Gastgeber aus Ispringen war bereits zu diesem Zeitpunkt der erwartet schwer zu spielende Gegner, er gab nie auf und setzte mit seinem schnellen Angriffsspiel Knittlingen immer wieder unter Druck. Nach der Pause gelang  dem TSVK über 16:20 und 18:22 sich die Ispringer etwas vom Hals zu halten. Dann aber eine 2-Minuten Strafe für Knittlingen und Ispringen war plötzlich wieder auf 22:23 dran. Das Spiel wurde immer spannender. Aber selbst beim 26:30 kam keine Ruhe rein und Ispringen gelang in der 50. Minute der Ausgleich zum 30:30. Auch beim 31:31 und 32:32 war alles wieder offen. In den letzten 5 Minuten war dann Hochspannung pur angesagt. Offensichtlich hatte Trainer Geider dann in einer Auszeit, die richtigen Ratschläge. Knittlingen ging mit 32:35 in Führung und rettete sich dann in den, viel umjubelten, 34:36 Endstand.

Ispringens Trainer Hammer versuchte alles. Offene Deckung, Manndeckung, alles führte nicht zum Ziel, man sah, dass die Qualität im Kader hoch genug ist, um auch solche schmerzende Ausfälle, wie am Samstag zu verkraften. Damit war der TSV für einen Tag sogar Tabellenführer der Verbandsliga, wurde aber mit den Sonntagspielen wieder auf Platz Zwei gesetzt.

Der TSV spielte mit Brown, Gabel (Tor); Rudolf 9/4, Choetchim 3, Petricevic 5, Petersen 1, Weber, Neumann, Heß 1, Egler 2, Klimovets 4, Hörandel 3, Gerdon 8, Schubert.