1. Mannschaft

TSV I — knackt den Spitzenreiter Wiesloch mit 29:25

Die Überraschung des Spieltages der Handball Verbandsliga Baden/Württemberg gelang am Sonntag dem TSV Knittlingen gegen den Spitzenreiter aus Wiesloch. In der Knittlinger Sporthalle sahen die Zuschauer ein Wahnsinnsspiel ihrer eigenen Mannschaft. Weil Knittlingen das Spiel ohne ihren Spielmacher David Kautz,  seinen Abwehrchef Goerg Kern und Vincent Cotic angehen musste, setzte eigentlich keiner einen Pfifferling auf den TSV. Die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, Trainer Müller musste das Spiel mit einer äußerst reduzierten Bank angehen und hatte dadurch nur wenig Alternativen.

Vom Start weg trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Knittlingen war immer auf Augenhöhe und hielt dagegen. Wiesloch ging zwar mit 0:2 in Führung, doch dem TSV gelang sofort das 2:2, 4:4 und 5:5. Dann fiel sogar das 6:5 durch Matthias Dienel, der TSV ging erstmals in Führung. Auch nach dem 8:8 erzielte Bell Choetchim mit zwei Treffern die 10:8 Führung. Richtung Halbzeit glich Wiesloch wieder zum 10:10 und 11:11, schaffte dann aber vor der Pause mit den Treffern 12 und 13 einen kleinen Vorsprung. Mit 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

Da Trainer Müller schon im ersten Abschnitt praktisch mit fast 6 Spielern durchspielen musste, war das Hauptthema in der Pause, ob Knittlingen im zweiten Abschnitt einbrechen würde. Tabellenführer TSG Wiesloch hielt dann noch über 12:15, 14:16 und 15:18 in der 40.Minute, die Heimmannschaft auf Distanz. Dann aber vier Treffer in Serie einmal Choetchim, zweimal Salzseeler und einmal Wilhelm, es stand 19:18 und der TSV war wieder im Spiel. Zur Überraschung der Zuschauer war jetzt nicht der TSVK platt, sondern die TSGW. Torwart Sebastian Neff steigert sich immer mehr, Petar Petriecevic, der in der Abwehr Georg Kern vertrat, leisteten hervorragende Arbeit. Die Mannschaft kämpfte verbissen und allen voran Bell Choetchim mit seinen 10 Treffern waren die Garanten, dass Knittlingen sich in einen regelrechten Rausch spielen konnte. Dazu kamen dann noch zwei verworfenen 7m durch Wiesloch und Knittlingen nutze dies unerbittlich aus. Tore von Salzseeler, Wilhelm, Choetchim und Dienel und es stand 23:19 und 8 Minuten waren noch zu spielen. Die Halle kochte. Zu aller Erstaunen hatte dann nicht der Spitzenreiter, der mit voller Bank angetreten war, sondern der dezimierte TSV den längeren Atem. Genau diese vier Tore Differenz konnte man über 25:21, 27:23, 28:24, dann zum 29:25 Endstand halten.

Riesenjubel auf dem Platz und auf der Tribüne brach aus, jetzt konnte man keinen mehr halten. Knittlingen macht mit dieser Überraschung das Meisterschaftrennen wieder spannend, Wiesloch und Rot liegen jetzt wieder gleich auf. Das ist bis zum Schluss Feuer drin.

Der TSV spielte mit  mit Neff, Kicherer, Ivankovic 4, Petricevic 1, Milbich, Kasperzak, Choetchim 10, Dienel 4, Hörandel, Wilhelm 4, Salzseeler 6.