1. Mannschaft

TSV I — Knittlingens Handballer vergeben 6 Tore Vorsprung

Rückraum Lucus Gerdon muss früh aufgeben 

Das Auftaktspiel des TSV Knittlingen in der Verbandsliga gegen den TSV Rintheim hatte alles in sich, was der Handball so bieten kann. Viel Tempo, viel Spannung, viel Dramatik und eine Top Torhüterleistung des Neu-Knittlingers Marius Gabel. Vor voller Halle konnte der TSV von Anfang an das Spiel offen gestalten. Der letztjährige Vizemeister Rintheim musste alles aufbieten, um zum Schluss mit einem Tor Vorsprung ins Ziel zu gehen. Leider schaffte es der einheimische TSV nicht einen 21:15 Vorsprung in der 38.Minute über die Zeit zu bringen. Genau 12 Minuten brauchte Rintheim um aus dem 21:15 ein 23:23 zu machen. Zu viele „Freie“ konnte Knittlingen vor allem auf außen nicht verwerten und plötzlich war der Gast wieder im Spiel. Knittlingen hatte 5 Sekunden vor dem Abpfiff nochmal die Topchance zum Ausgleich, brachte aber den Ball nicht ins Netz und verpasste damit die Chance zum Ausgleich. Der TSV Rintheim nahm wohl sehr glücklich mit einem 27:28 beide Punkte mit nach Karlsruhe.

Das Spiel selbst begann sehr ausgeglichen. Beide Teams spielten zunächst ruhig und kontrolliert. Knittlingen ging mit 1:0 in Führung und konnte später beim 1:1, 2:2, 3:3, 6:6 und 8:8 das Spiel offen gestalten. Dann verschaffte sich der Neuling beim 11:9, 12:10 und 13:11 einen leichten Vorteil. Zur Pause stand es dann 16:13 für den TSVK. Auch nach dem Wiederanpfiff der Eppelheimer Schiedsrichter konnte Knittlingen den Gegner beim 17:14 und 17:15 auf Distanz halten. Jetzt folgte die beste Phase im Knittlinger Spiel von 17:15 erhöhte der TSV innerhalb 5 Minuten auf 21:15. Jetzt hätte eigentlich Ruhe im Knittlinger Spiel einkehren sollen, aber das Gegenteil war der Fall. Es folgten die oben beschriebenen Fehlwürfe auf außen und plötzlich war der Gast wieder da. 23:23 in der 50. Minute. Da war wieder alles offen. In den restlichen 10 Minuten musste Knittlingen immer einem 1 Tor-Rückstand hinterher laufen. 23:24, 24:25, 25:26, 26:27 und 70 Sekunden vor Schluss dann das 27:28. Knittlingen bekam nochmal den Ball, dazu einen Freiwurf 15 Sekunden vor Schluss und spielte den Ball auf die Außenposition. Leider ging der Ball nicht ins Netz und das Spiel war mit 27:28 verloren.

Als Fazit kam man feststellen, dass der Aufsteiger dem Favoriten Rintheim ebenbürtig war, dass der Aufsteiger mit Marius Gabel einen Torhüter an Land zog, der den Gegner fast zur Verzweiflung gebracht hat, dass der TSV mit Rückraum Klimovets einen überaus torgefährlichen Spieler neu in seinen Reihen hat und dass mit einem genesenen Lucas Gerdon (Muskelverletzung) das Knittlinger Spiel auf jeden Fall noch druckvoller sein wird.

Viele haben sich im Vorfeld des Spieles gefragt, wo der TSV Knittlingen in der neuen, höheren Klasse eigentlich stehen wird. Nach diesem Spiel kann man sagen, der TSV steht mitten drin. Der TSV Knittlingen ist schnell angekommen in der Verbandsliga. Die stark verjüngte Mannschaft wird bestimmt im Laufe der Runde noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Der TSV spielte mit Gabel, S. Neumann (Tor); Klimovets 9, Petricevic 4, Rudolf 3, Choetchim 1, Schubert, Petersen 2, Kern 3, Y. Neumann 3, Gerdon, Egler 1, Hörandel 1, Weber.

 

BILDIMPRESSIONEN VON NICOLE ROTHFRITZ: