Es war wohl mit die letzte Möglichkeit für den TSV Knittlingen, im Spiel gegen die SG II, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Dies ging an diesem Tag allerdings bei der 21:23 Niederlage schief. Obwohl man noch in der 47.Minute mit 17:14 vorne lag, schaffte es der TSV nicht das Spiel nach Hause zu bringen. Zeitstrafen gegen Knittlingen (5) brachten die SG Pforzheim (1) wieder heran und dann auch zum Schluss mit 21:23 ins Hintertreffen. Knackpunkt für Knittlingen war es, dass man den Rückraumwerfer Hofsäß, 8 Treffer, nicht in Griff bekam. Die Knittlinger 6:0 Deckung agierte bei dessen Würfen immer wieder zu defensiv, so dass Hofsäß entscheidend erfolgreich sein konnte.
Die überwiegend aus der A-Jugend-Bundesliga bestehende Pforzheimer Mannschaft zeigte sich als der erwartet schwere Gegner, technisch gut ausgebildet und druckvoll nach vorne spielend trat die junge Pforzheimer Mannschaft in Knittlingen auf. Dabei waren mit Hofsäß, Lupus, Mariani und der erst im Januar nach Pforzheim gekommene Bittenfelder Mauch die tragenden Säulen. Trotzdem war Knittlingen über lange Zeit ein ebenbürtiger Gegner, dem allerdings mit zunehmender Spielzeit einfach zu viele technische Fehler unterliefen.
Zu Beginn gingen beide Teams ruhig und kontrolliert das Spiel an. 1:1, 2:2, 3:3, 4:4 und 5:5 hieß es in der Anfangsphase. Dann brachten Rudolf, Bregazzi und Kern den TSV mit 8:5 in Führung. Eine Zeitstrafe gegen Bregazzi brachte die SG dann wieder auf 8:8 heran. Bis zur Pause stand es dann 9:8 und 10:11 beim Halbzeitpfiff.
Nach Wiederanpfiff hatte dann Knittlingen die Nase vorn. Die SG konnte zwar zum 11:11 ausgleichen, doch Knittlingen kam durch Tore von Zeller, Kern, Rudolf und Mönch zum 15:11. Dann wieder eine Zeitstrafe gegen Mönch und die SG nützte dies zum 15:13 und war wieder dran. Selbst als Knittlingen in der 45. Minute mit 16:13 und in der 47. Minute mit 17:14 führte war die Welt noch in Ordnung. Dann wieder das Gleiche, Zeitstrafe gegen den TSV und Pforzheim nützte dies in der Folgezeit zum 19:19, fünf Minuten vor Spielende. Die Zuschauer mussten immer wieder mit ansehen mit welcher Abgeklärtheit die junge Pforzheimer Truppe ihre Überzahl ausspielte und damit zu ihrem Vorteil nutzte. De SG Pforzheim ging dann in der 57. Minute mit 20:21 in Führung, die aber Hörandel sofort wieder zum 20:20 ausnutzte. Es folgten dann ärgerlicherweise zwei Knittlinger Fehlwürfe. Die SG nutzte dies zwei Minuten vor Schluss, zum 20:22. Jetzt wurden die Sorgenfalten in Knittlingen deutlich größer. Rudolf verkürzte dann per 7m noch zum 21:22. Doch fast mit dem Schlusspfiff kam Pforzheim zum 21:23 Endstand und die TSV Stimmung war auf dem Boden. Alle wussten, jetzt wird es noch schwerer die Klasse zu halten. Allen war klar, jetzt wird es besonders schwer in der Badenliga zu bleiben. Trotz allem gab der TSV über die gesamte Spielzeit einen ebenbürtigen Gegner ab, Torhüter Gabel, gab der Mannschaft einen sehr guten Rückhalt, die Einstellung stimmte, ein paar Fehler zu viel gaben an diesem Tag den Ausschlag.
Es war dies die letzte Möglichkeit sich einen Vorteil im Abstiegskampf zu erschaffen. Es gibt allerdings noch eine „Allerletzte“. Dies ist am kommenden Sonntag, 18.00 Uhr, beim Spiel gegen den Tabellenletzten Dossenheim. Da muss unter allen Umständen gewonnen werden, will man noch einen Funken Hoffnung haben, da zum Abschluss ja der vermutliche neue Meister Hardheim am 5.5.24 nach Knittlingen kommt. Es wird also hinten raus noch spannender.
Der TSV spielte mit Gabel, Kunz (Tor); Rudolf 6/2, Milbich, Kern 2, Choetchim 1, Petricevic 1, Gabel 1, Zeller 2, Hufnagel 2, Hörandel 2, Cuturic, Mönch 3, Bregazzi 1, Tosino.
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