Vor proppevoller Halle hielten die Handballer des TSV Knittlingen dem riesigen Druck stand und schafften das Handballer Wunder. Mit 27:24 gewann Knittlingen das Spiel und holte damit die nötigen Punkte gegen den Mitaufsteiger SG Nußloch.
Der Druck auf Knittlingen war enorm, hatte doch am Tag zuvor Rintheim zuhause gegen Großsachen mit einem 43:27 Sieg vorgelegt. Da war klar Knittlingen musste unbedingt gewinnen, um in die Badenliga, die höchste badische Handballkasse, aufzusteigen. Mit dem nie geplanten und auch nie erwarteten Erfolg, schaffen es die Handballer der Fauststadt sich immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Region zu spielen und allerbeste Werbung für ihre Sportart zu betreiben.
Knittlingen spielte vom Start weg kontrolliert und bedacht, hatte jederzeit das Spiel in der Hand. Lediglich in der 43. Minute, als Nußloch von 19:13 auf 19:18 verkürzen konnte sah man auf den Zuschauerrängen etwas Sorgenfalten. Doch auch hier antwortete der TSV prompt mit den Toren zum 20:28 und 21:18 und das Spiel war wieder unter Kontrolle. Im ersten Abschnitt hieß es über 2:0, 4:2 und 6:4 nach zehn Minuten. In der 20. Minute dann 9:6 und bis zur Pause konnte der TSVK auf 15:11 vorlegen. Unübersehbar war, daß auf der einen Seite Knittlingen ruhig und besonnen aufspielte, dagegen ein Gast der ohne Nervenbelastung immer wieder frech nach vorne spielte.
Gleich nach der Pause dann verschaffte sich der Gastgeber schon nach 6 Minuten, beim 19:13, etwas Luft. Trainer Geider gönnte dann in der Folgezeit seinen Routiniers eine kleine Pause und schon holte Nußloch Tor um Tor bis zum 19:18 auf. Jetzt war „ hallo aufwachen „ angesagt und der TSV reagierte genau richtig zum 20:28 und 21:18. Doch auch in dieser Phase gab der Gast nie auf, sie spielten mit vollem Einsatz, wie wenn es um die Meisterschaft geht und hielten die Partie beim 21:20, 22:21, 24:23 und dann auch noch beim 25:24, in der 55. Minute offen. Aber der TSV wollte es wissen und hatte hinten raus wieder mehr Power und mehr Körner im Spiel. Die Treffer zum 26:24 und 27:24 wurden mit „Standing Ovations“ von den Anhängern gefeiert und damit den Aufstieg unter Dach und Fach gebracht. Der Jubel kannte in der restlos vollen Sporthalle keine Grenzen. Man kann sich nicht erinnern, daß die Halle einmal so voll war wie am Sonntag.
Die Handballer in Knittlingen rücken ihre Sportart, mit diesem Erfolg, immer mehr in den Fokus in unserer Region. Das Interesse zu diesem Spiel war riesig. Bei solchen Erfolgen wird berechtigt immer viel über die sportliche Leistung gesprochen, doch man sollte auch nicht vergessen, daß vom Management aus bereits im Vorfeld dieses Erfolges viel Arbeit geleistet werden muss und die richtigen Entscheidungen getroffen werden müssen, Auch hier ist der TSV unter der Leitung von „ Handballboss „ Heiko Mössner bestens aufgestellt. Auch das Marketing und Sponsoring sollte man nicht vergessen und gro0en Dank an die Werbepartner senden. Während längst die Runde noch am Laufen war, wurden bereits die Weichen für die neue Runde gestellt und sind inzwischen abgeschlossen. Verabschiedet wurden vor dem Spiel Yannik Neumann, der nach Walzbachtal wechselt, Daniel Brown, vermutlich Karriereende und Trainer Sebastian Geider, der sich nun seiner Familie und seinem Geschäft widmen will.
Der TSV spielte mit Gabel, Brown (Tor); Eickmeier, Rudolf 6/2, Kern 4, Choetchim, Petricevic 5, Weber 1, Neumann, Heß, M. Zeller, Hörandel, O.Zeller 4, Gerdon 7.
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