Das Spiel am Samstagabend in Heidelberg war zunächst sehr von der Taktik bestimmt. Beide Mannschaften waren offensichtlich bemüht den Ball in den eigenen Reihen zu haben. Knittlingens Handballer gingen mit 0:2 und 2:4 in Führung, mussten dann aber den Ausgleich und das 5:4 und 6:5 hinnehmen. Im weiteren Verlauf des Spieles wechselte die Führung immer wieder ab. Beim 6:7, 7:8 und 8:10 hatten die Fauststädter die Nase vorn. Zur Halbzeit führte dann Handschuhsheim mit 11:10. Man sieht also, es fielen nicht allzu viele Tore. Die Abwehrreihen, die Torhüter und der etwas ungewohnte Ball, taten das Notwendige dazu.
Nach dem Wiederanpfiff der beiden unparteiischen Damen hatte beim 12:10 und 13:11 der TSV Handschuhsheim zunächst die Nase vorn. Dann aber kam Knittlingen, das an diesem Tag ohne seinen etatmäßigen Halblinks Klimovets antrat, immer besser ins Spiel. Aus dem 13:11 wurde mit 5 Treffern infolge ein 13:16. Torschützen in dieser Phase waren Kern, Hörandel, Gerdon und 2 x Rudolf die Torschützen. Aus dem 3 Tore Vorsprung wurde dann bis zur 52. Minute ein 6 Tore Vorsprung, 17:23. Das Spiel war eigentlich schon gelaufen. Doch dann wurde es nochmal etwas hektisch. Die beiden Schiedsrichterinnen räumten die letzten Minuten speziell auf Knittlinger Seite kräftig auf. In den letzten 6 Minuten musste Knittlingen alleine 4 Zeitstrafen und eine rote Karte, eine Matchstrafe, hinnehmen. Man spielte pausenlos in Unterzahl, zeitweise stand man sogar nur mit 4 Spielern auf dem Platz. So war es nicht verwunderlich, dass die Heidelberger dann aufholen konnten. Aus 17:23 wurde innerhalb von vier Minuten ein 22:24. Doch Robin Petersen gelang dann in Minute 57:38 der entscheidende Treffer zum 22:25. Mit dem Schlusspfiff fiel dann noch der unbedeutende Anschlusstreffer zum 23:25.
Garant für den Knittlinger Erfolg war ab Mitte der zweiten Halbzeit wieder einmal Torhüter Marius Gabel, der Knittlingen mit seinen vielen gehaltenen Würfen den Erfolg sicherte. Das Spiel selbst war beidseitig äußerst fair und ohne große Hektik. So war es etwas verwunderlich, dass Handschuhsheim mit 3 Zeitstrafen davon kam, während Knittlingen gleich achtmal auf die Strafbank musste.
Trotzdem ein super Erfolg für den Aufsteiger aus Knittlingen auf dem sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt. Im Knittlinger Lager sind alle mit dem bisher Erreichten zufrieden. Mit 10:4 Punkten und 207:192 Toren ist man voll im Soll und kommt jetzt sogar an die Spitzengruppe ran. Nach der Hälfte der Vorrunde ist dies eine tolle Bilanz, die man sich vor der Runde nur wünschen hätte können.
Der TSV spielte mit Gabel, Brown (Tor); Rudolf 5, Kern 6, Choetchim 3, Petricevic 4/2, Weber, Y. Neumann, Egler, Hörandel 2, Petersen 2 und Gerdon 3.
BILDER:





